Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand Oktober 2026 · für Unternehmer und Verbraucher
Kurz und verständlich
- Wir arbeiten für Unternehmen und Privatkunden. Für Privatkunden gelten zusätzlich die Verbraucherregeln in § 13, inklusive 14 Tagen Widerrufsrecht.
- Festpreis laut Angebot: Was im Angebot steht, ist im Preis enthalten, alles darüber hinaus besprechen wir vorher mit Ihnen.
- Damit wir zügig und planbar arbeiten können, brauchen wir Ihre Texte, Bilder und Rückmeldungen rechtzeitig.
- Nutzungsrechte an Ihrer fertigen Arbeit erhalten Sie, sobald alles bezahlt ist.
- Die folgenden Paragrafen sind verbindlich; bei Fragen sprechen Sie uns gern an.
- Hosting & Wartung zahlen Sie erst ab dem Tag, an dem Ihre Website online geht. Bis dahin zahlen Sie nur den Festpreis; pausierte Zeiten berechnen wir nicht.
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner und B2B-Klausel
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle gegenwärtigen und zukünftigen Verträge, Lieferungen, Angebote und sonstigen Leistungen der Malutiwa GbR, vertreten durch die Gesellschafter Timo Wagner und Luca Mailänder, Hadolfinger Straße 47, 72108 Rottenburg am Neckar (nachfolgend „Anbieter“ oder „MALUTIWA“) gegenüber ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“).
1.2 Kundengruppen: Das Angebot des Anbieters richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sowie an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Vor einer Bestellung gibt der Kunde an, ob er als Privatkunde (Verbraucher) oder als Geschäftskunde (Unternehmer) bestellt; es gelten die jeweils dafür ausgewiesenen Preise. Bestellt ein Unternehmer zu Privatkundenpreisen, ist der Anbieter berechtigt, die Differenz zum Geschäftskundenpreis nachzuberechnen. Für Verbraucher gelten ergänzend und vorrangig die Bestimmungen in § 13. Regelungen, die ausdrücklich nur gegenüber Unternehmern gelten, finden auf Verbraucher keine Anwendung.
1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden selbst bei Kenntnis nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zugestimmt hat. Die vorbehaltlose Leistungserbringung oder Entgegennahme von Zahlungen durch den Anbieter stellt in keinem Fall ein Einverständnis mit den Bedingungen des Kunden dar.
1.4 Individuelle vertragliche Absprachen (z.B. Leistungsbeschreibungen im schriftlichen Angebot, Projektverträge, Service Level Agreements) haben stets Vorrang vor diesen AGB.
§ 2 Vertragsschluss, Leistungsumfang und freiwillige 30-Tage-Zufriedenheitsgarantie
2.1 Angebote und Kostenvoranschläge des Anbieters sind stets freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich in Textform als verbindlich bezeichnet sind. Ein Vertrag kommt durch eine Auftragsbestätigung des Anbieters in Textform oder durch beidseitige Unterzeichnung eines Projektvertrags zustande. Bei Bestellungen über die Website gibt der Kunde mit Klick auf die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ ein verbindliches Angebot ab; der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Anbieter zustande, spätestens mit dem erfolgreichen Abschluss der Zahlung über Stripe. Der Kunde erhält anschließend eine Bestätigung per E-Mail.
2.2 Der Anbieter erbringt Fachleistungen in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung, UI/UX-Gestaltung, Webhosting & Serveradministration, Digital Business Management, Systemintegration sowie die Anbindung von KI-Systemen (Künstliche Intelligenz) und Workflow-Automatisierungen.
2.3 Der konkrete Leistungsumfang wird im jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung abschließend definiert. Der Anbieter schuldet die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Leistungen nach dem anerkannten Stand der Technik.
2.4 Change-Request-Verfahren (Leistungsänderungen): Wünscht der Kunde nach Vertragsschluss Änderungen oder Erweiterungen des vereinbarten Leistungsumfangs (z.B. zusätzliche Unterseiten, weitergehende Funktionen, neue Designentwürfe oder Zusatzmodule), bedarf dies einer gesonderten Vereinbarung. Der Anbieter ist berechtigt, den hierdurch entstehenden Mehraufwand zu den vereinbarten Stundensätzen gesondert in Rechnung zu stellen und vereinbarte Fertigstellungstermine entsprechend anzupassen.
2.5 Einmalige Erstellung und Festpreise: Wurde ein Festpreis vereinbart, deckt dieser ausschließlich die in der Auftragsbestätigung explizit aufgeführten Leistungen ab. Mit vollständiger Zahlung des Festpreises ist die werkvertragliche Erstellungsleistung des Anbieters abgegolten.
2.6 Freiwillige 30-tägige Zufriedenheitsgarantie (Rücktrittsrecht): Unbeschadet der gesetzlichen Regelungen im kaufmännischen B2B-Verkehr gewährt der Anbieter dem Kunden ein freiwilliges Rücktrittsrecht von 30 Kalendertagen ab dem Tag des Vertragsschlusses. Innerhalb dieser Frist kann der Kunde den Vertrag ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. per E-Mail) widerrufen; bereits für die Erstellung geleistete Zahlungen werden zurückerstattet.
Vorzeitiges Erlöschen des Rücktrittsrechts bei Go-Live / Abnahme
Das freiwillige 30-tägige Rücktrittsrecht erlischt vorzeitig und unwiderruflich, sobald die erstellte Webseite auf Wunsch des Kunden auf dessen Domain bzw. Live-Server aufgeschaltet (Go-Live), im Internet öffentlich zugänglich gemacht oder durch den Kunden zur Abnahme freigegeben wird. Nach Go-Live oder Ablauf der 30 Tage besteht aus diesem freiwilligen Rücktrittsrecht kein Anspruch auf Rückerstattung mehr; gesetzliche Rechte bleiben unberührt.2.7 Wirkung nach Fristablauf: Nach Ablauf der 30-tägigen Frist oder erfolgtem Go-Live erlischt das freiwillige Rücktrittsrecht nach Ziffer 2.6. Die gesetzlichen Rechte des Kunden, insbesondere Mängelrechte und das Widerrufsrecht von Verbrauchern (§ 13), bleiben unberührt.
§ 2a Zusatzleistungen (Extras), kostenloser Probeentwurf und Aktionspreise
2a.1 Zusatzleistungen: Der Anbieter erbringt auf Anfrage rein digitale Gestaltungsleistungen (z.B. digitale Visitenkarten, digitale Einladungen, Logo- und Markenauftritt in digitaler Form, Social-Media-Vorlagen, E-Mail-Signaturen). Gedruckte Erzeugnisse sind nicht Vertragsgegenstand. Umfang, Preis und Lieferzeit ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung; Preisangaben „ab“ sind unverbindliche Richtwerte.
2a.2 Kostenloser Probeentwurf: Der Probeentwurf ist für den Kunden kostenfrei und unverbindlich. Er dient ausschließlich der Entscheidungsfindung. Ein Anspruch auf Erstellung eines Probeentwurfs besteht nicht; der Anbieter kann die Erstellung ohne Angabe von Gründen ablehnen oder auf einen Entwurf pro Anfrage begrenzen. Der Probeentwurf kann mit Wasserzeichen oder in verringerter Auflösung bereitgestellt werden.
2a.3 Keine Nutzungsrechte am Probeentwurf: Sämtliche Urheber- und Nutzungsrechte am Probeentwurf verbleiben beim Anbieter. Der Kunde darf den Entwurf ohne Beauftragung und vollständige Bezahlung weder veröffentlichen, vervielfältigen, verändern, Dritten zugänglich machen noch für eigene oder fremde Zwecke verwenden. Verstößt der Kunde hiergegen, ist der Anbieter berechtigt, die für die entsprechende Leistung übliche Vergütung als Mindestschaden zu verlangen; dem Kunden bleibt der Nachweis eines geringeren Schadens vorbehalten.
2a.4 Korrekturen: Soweit im Angebot nichts anderes vereinbart ist, sind zwei Korrekturschleifen im Preis enthalten. Weitere Änderungswünsche werden nach Aufwand zum jeweils gültigen Stundensatz vergütet.
2a.5 Aktionspreise: Als Aktion gekennzeichnete Preise (z.B. „Herbstaktion“) gelten nur für Bestellungen, die innerhalb des angegebenen Aktionszeitraums beim Anbieter eingehen, und nur für den ausgewiesenen Leistungsumfang. Sie sind nicht mit anderen Rabatten oder Gutscheinen kombinierbar. Der Anbieter kann Aktionen jederzeit für die Zukunft beenden oder ändern. Ein Anspruch auf Verlängerung oder Wiederholung einer Aktion besteht nicht.
2a.6 Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.
§ 3 Mitwirkungspflichten des Kunden, Materiallieferfristen und Pauschalierter Schadenersatz
3.1 Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter bei der Projektdurchführung bestmöglich und rechtzeitig zu unterstützen. Hierzu gehören insbesondere die Bereitstellung von Texten, hochauflösenden Bildern, Logos, Corporate-Identity-Vorgaben, Zugangsdaten (Domain, DNS, Hosting), API-Schlüsseln sowie die fristgerechte Beantwortung von Rückfragen und die Teilnahme an Abstimmungsgesprächen.
3.2 Rechte Dritter & Freistellung: Der Kunde versichert, dass alle von ihm überlassenen Inhalte, Markenzeichen, Schriften, Daten und Materialien frei von Rechten Dritter sind und deren Nutzung nicht gegen gesetzliche Vorschriften (insbesondere Urheberrecht, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, DSGVO) verstößt. Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter (einschließlich angemessener Anwalts- und Gerichtskosten) auf erstes Anfordern vollumfänglich frei, die wegen einer Verletzung von Rechten Dritter durch die vom Kunden bereitgestellten Materialien geltend gemacht werden.
3.3 Materiallieferfrist (14 Kalendertage): Der Kunde verpflichtet sich, sämtliche für die Projektrealisierung erforderlichen Inhalte und Zuarbeiten innerhalb von 14 Kalendertagen nach Projekt-Kick-Off bzw. Aufforderung bereitzustellen.
3.4 Projekt-Stopp & Pauschalierter Schadenersatz bei Verzug des Kunden: Kommt der Kunde seiner Mitwirkungspflicht nicht fristgerecht nach, ist der Anbieter berechtigt, das Projekt zu pausieren. Verzögert sich die Projektfertigstellung durch fehlende Mitwirkung des Kunden um mehr als 30 Kalendertage, ist der Anbieter nach vorheriger Mahnung mit Fristsetzung berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen. In diesem Fall ist der Anbieter berechtigt, die vereinbarte Anzahlung (30 % des Gesamtprojektvolumens) als pauschalierten Schadenersatz für gebundene Entwicklungskapazitäten einzubehalten sowie bereits erbrachte Mehraufwände abzurechnen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
§ 4 Abnahme bei Werkleistungen, Gesetzliche Abnahmefiktion (§ 640 Abs. 2 BGB) und Mängelrüge
4.1 Soweit vertraglich eine Werkleistung vereinbart ist, ist der Kunde nach Fertigstellungsmeldung und Bereitstellung der Testumgebung zur unverzüglichen Abnahme verpflichtet. Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
4.2 Gesetzliche Abnahmefiktion (§ 640 Abs. 2 BGB): Die Abnahme gilt als rechtswirksam erfolgt, wenn:
- der Kunde die Abnahme ausdrücklich in Textform erklärt,
- der Kunde die Webseite oder Software produktiv nutzt (z.B. durch Go-Live, Aufschaltung der Kundendomain oder geschäftlichen Echtbetrieb), oder
- der Kunde das Werk nicht innerhalb einer vom Anbieter gesetzten angemessenen Frist von mindestens 10 Werktagen nach Bereitstellung unter genauer Angabe mindestens eines wesentlichen Mangels in Textform ablehnt (§ 640 Abs. 2 BGB).
4.3 Kaufmännische Rügepflicht (§ 377 HGB): Unbeschadet werkvertraglicher Regelungen ist der Kunde im beiderseitigen Handelsgeschäft verpflichtet, gelieferte Arbeitsergebnisse und Software-Versionen unverzüglich nach Bereitstellung zu untersuchen und erkennbare Mängel unverzüglich, spätestens innerhalb von 7 Kalendertagen, in Textform detailliert zu rügen.
§ 5 Besonderheiten bei KI-Integrationen, LLMs, EU AI Act und Drittanbieter-APIs
5.1 Der Anbieter integriert auf Wunsch des Kunden Schnittstellen zu externen KI-Modellen (z.B. Google Gemini, OpenAI GPT, Anthropic Claude) oder Chatbot-Systeme. Der Anbieter agiert hierbei rein als technischer Integrator.
Haftungsausschluss für KI-Outputs (Halluzinationen, Bias & Non-Determinismus)
Dem Kunden ist bekannt, dass generative KI-Modelle auf stochastischen Algorithmen beruhen. Der Anbieter übernimmt ausdrücklich keine Gewähr, Haftung oder Garantie für die inhaltliche Richtigkeit, rechtliche Zulässigkeit, Vollständigkeit oder Verlässlichkeit von Inhalten, die durch eine KI generiert werden („Halluzinationen“, Fehlinformationen, Bias).
Die Überprüfung, Moderation und Freigabe sämtlicher KI-Ausgaben vor der geschäftlichen Verwendung sowie die Einhaltung einschlägiger Vorschriften (u.a. der EU-KI-Verordnung / EU AI Act VO (EU) 2024/1689 sowie Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte) obliegen allein und uneingeschränkt dem Kunden als Betreiber.
5.2 Drittanbieter-Abhängigkeit & API-Änderungen: Der Anbieter haftet nicht für die ständige Verfügbarkeit, Reaktionszeiten, Preiserhöhungen, Beschränkungen (Rate-Limits) oder die Abkündigung von Schnittstellen (APIs) durch Drittanbieter (z.B. Google Cloud, OpenAI, Stripe, Meta). Werden durch Updates eines Drittanbieters Programmanpassungen erforderlich, werden diese auf Wunsch des Kunden gesondert nach Aufwand vergütet.
5.3 Datenschutz bei KI-Nutzung: Übermittelt der Kunde personenbezogene Daten an KI-Systeme, ist er allein dafür verantwortlich, die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen (z.B. Information der Betroffenen, Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO, Abschluss von Auftragsverarbeitungsverträgen mit den KI-Providern) zu erfüllen.
§ 6 Vergütung, Zahlungsbedingungen und Zahlungsverzug
6.1 Die Vergütung richtet sich nach dem individuellen Angebot bzw. den gebuchten Paketen. Alle ausgewiesenen Preise verstehen sich als Netto-Preise in Euro zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
6.2 Zahlungsplan bei Projektverträgen: Sofern keine vollständige Vorauszahlung (z.B. via Stripe Checkout) vereinbart ist, gilt folgender Meilenstein-Zahlungsplan:
- 30 % Anzahlung bei Vertragsschluss / Projektstart (Kick-Off),
- 40 % Zwischenzahlung nach Bereitstellung der ersten funktionsfähigen Prototyp- bzw. Beta-Version,
- 30 % Schlusszahlung bei Abnahme oder vor Go-Live der Webseite.
6.3 Fälligkeit & Zahlungsverzug: Rechnungen sind innerhalb von 14 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne jeden Abzug zur Zahlung fällig. Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, kann der Anbieter gegenüber Unternehmern Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB) sowie die gesetzliche Verzugspauschale von 40,00 € (§ 288 Abs. 5 BGB) verlangen, gegenüber Verbrauchern Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 1 BGB).
6.4 Zurückbehaltungsrecht: Bei Zahlungsverzug des Kunden ist der Anbieter berechtigt, laufende Arbeiten bis zum vollständigen Zahlungsausgleich zu pausieren oder den Zugriff auf Testumgebungen und Systeme zu sperren.
6.5 Aufrechnungsverbot: Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen.
§ 7 Urheberrechte, Nutzungsrechte, Background-IP und Portfolio-Referenz
7.1 Rechteübertragung bei vollständiger Bezahlung: Der Anbieter räumt dem Kunden mit der vollständigen Bezahlung der vereinbarten Gesamtvergütung das einfache, zeitlich und räumlich unbeschränkte Nutzungsrecht an den individuell für ihn erstellten Design- und Web-Arbeitsergebnissen für den vertraglich vorausgesetzten Einsatzzweck ein.
7.2 Eigentumsvorbehalt: Bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus dem Vertrag verbleiben sämtliche Nutzungs-, Urheber- und Eigentumsrechte vollumfänglich beim Anbieter.
7.3 Background-IP & Standard-Komponenten: Das Nutzungsrecht erstreckt sich nicht auf vom Anbieter entwickelte Standard-Codebibliotheken, Frameworks, Algorithmen, Automations-Blueprints oder KI-Templates („Background-IP“). Der Anbieter bleibt berechtigt, diese Basiskomponenten für andere Kunden und Projekte frei zu nutzen und weiterzuentwickeln.
7.4 Quellcode-Herausgabe: Die Herausgabe von offenen, unkompilierten Entwicklungsdateien, Repositories oder Dokumentationen schuldet der Anbieter nur, wenn dies ausdrücklich gesondert schriftlich vereinbart wurde.
7.5 Referenznennung & Portfolio-Recht: Gegenüber Unternehmern ist der Anbieter berechtigt, den Kunden auf der eigenen Website, in Präsentationen und auf Social-Media-Kanälen als Referenz zu nennen, das Firmenlogo des Kunden zu verwenden und visuelle Darstellungen (Screenshots, Mockups, Case Studies) der erstellten Webseite zu Marketing- und Portfoliozwecken zu präsentieren, sofern der Kunde dem nicht vorab ausdrücklich in Textform widerspricht.
§ 8 Gewährleistung, B2B-Haftungsbegrenzung und Rechtliche Verantwortung des Kunden
8.1 Gewährleistung: Die Gewährleistungsfrist für werkvertragliche Leistungen beträgt im B2B-Verhältnis 12 Monate ab Abnahme.
8.2 Bei berechtigten Mängeln erfolgt die Nacherfüllung nach Wahl des Anbieters durch Nachbesserung oder Neuherstellung. Schlägt die Nacherfüllung nach mindestens zwei Versuchen fehl, stehen dem Kunden die gesetzlichen Rechte auf Minderung oder Rücktritt zu.
8.3 Erlöschen bei Fremdeingriff: Ändert der Kunde oder ein von ihm beauftragter Dritter eigenmächtig den Quellcode, Serverkonfigurationen oder CMS-Einstellungen, erlischt die Gewährleistung für hierdurch verursachte Fehler.
8.4 Haftungsbeschränkung & B2B-Haftungscap (§ 307 BGB):
- Der Anbieter haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen und nach dem Produkthaftungsgesetz.
- Bei der leicht fahrlässigen Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten (Kardinalpflichten) – also Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf – ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Durchschnittsschaden begrenzt.
- Haftungshöchstgrenze bei einfacher Fahrlässigkeit: Vorbehaltlich der vorstehenden unbeschränkten Haftungstatbestände ist die Gesamthaftung des Anbieters für alle leicht fahrlässig verursachten Schadensfälle aus dem jeweiligen Vertragsverhältnis der Höhe nach auf den Betrag der für das konkrete Projekt vom Kunden tatsächlich gezahlten Netto-Vergütung, maximal jedoch auf 5.000,00 € (in Worten: fünftausend Euro) beschränkt. Die Haftungsbeschränkung gilt ausdrücklich nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung.
- Die Haftung für entgangenen Gewinn, Betriebsunterbrechungen, ausgebliebene Einsparungen, Reputationsschäden sowie sonstige mittelbare Folgeschäden ist bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
§ 8.5 Ausschluss der Haftung für rechtliche Inhalte (Impressum, DSGVO, Cookie-Banner, Urheberrechte)
Der Anbieter erbringt ausschließlich technische, grafische und konzeptionelle Dienstleistungen. Der Anbieter leistet ausdrücklich keine Rechts- oder Steuerberatung.
Die rechtliche Endprüfung der erstellten Webpräsenz (insbesondere Impressum, Datenschutzerklärung, DSGVO-Konformität, Cookie-Banner, AGB, Widerrufsbelehrungen, Werbeaussagen nach UWG, Bildrechte, Markenschutz) obliegt allein und uneingeschränkt dem Kunden als Diensteanbieter im Sinne des § 5 DDG und als datenschutzrechtlich Verantwortlichem (Art. 4 Nr. 7 DSGVO).
Der Anbieter haftet, soweit gesetzlich zulässig, nicht für wettbewerbsrechtliche Abmahnungen, behördliche Bußgelder, Urheberrechtsklagen oder sonstige rechtliche Inanspruchnahmen, die aus der rechtlichen Ausgestaltung der Kunden-Website resultieren.
8.6 Einsatz und Integration von Drittanbieter-CMS-Systemen (Surreal CMS): Soweit vertraglich vereinbart, richtet der Anbieter für den Kunden ein Content-Management-System (CMS) eines unabhängigen Drittanbieters (speziell Surreal CMS sowie vergleichbare Headless- / Drittanbieter-CMS-Lösungen) zur selbstständigen Inhaltspflege ein und bindet dieses technisch ein. Der Anbieter ist nicht Hersteller der jeweiligen CMS-Software (Surreal CMS). Der Anbieter übernimmt keine Haftung für herstellerbedingte Softwaremängel, Sicherheitslücken, Schnittstellenänderungen oder Lizenzanpassungen des jeweiligen CMS-Herstellers. Ändert der Kunde oder ein von ihm beauftragter Dritter eigenmächtig den Quellcode, Serverkonfigurationen oder CMS-Einstellungen, erlischt die Gewährleistung für hierdurch verursachte Fehler.
§ 9 Webhosting, Support, Abschaltung bei Zahlungsverzug & Reaktivierungsgebühr
9.1 Bucht der Kunde ein Hosting- oder Support-Abonnement, stellt der Anbieter Speicherplatz auf Servern professioneller Rechenzentren bereit. Das Hosting erfolgt derzeit primär über die STRATO GmbH (Rechenzentren in Deutschland). Der Anbieter behält sich vor, den Hosting-Dienstleister oder die Server-Infrastruktur (z.B. zur Skalierung, Ausfallsicherheit oder bei speziellen Cloud-Architekturen) bei Wahrung eines gleichwertigen Datenschutzniveaus (Art. 28 DSGVO) anzupassen oder zu wechseln, und führt regelmäßige technische Updates durch.
9.2 Verfügbarkeit: Der Anbieter strebt eine Server-Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an. Ausgenommen sind planmäßige Wartungszeiten sowie Ausfälle, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z.B. DNS-Störungen, Netzausfälle von Providern, DDoS-Angriffe).
9.3 Inhaltliche Aktualisierungen: Soweit im gebuchten Support-Paket vereinbart, führt der Anbieter Text- und Bildaktualisierungen nach Anweisung des Kunden durch. Eingehende Aufträge werden in der Regel innerhalb von 2–3 Werktagen bearbeitet.
9.4 Abschaltungsrecht bei Zahlungsverzug (Sperrung): Gerät der Kunde mit der Bezahlung von Hosting- oder Support-Abonnements in Verzug, ist der Anbieter nach erfolgloser Mahnung mit einer Frist von 3 Werktagen berechtigt, die gehostete Webseite vorübergehend vollständig offline zu schalten und den Serverzugriff zu sperren.
9.5 Reaktivierungsgebühr: Für die Aufhebung einer berechtigten Sperre und die technische Wiederinbetriebnahme der Webseite wird eine pauschale Bearbeitungs- und Reaktivierungsgebühr in Höhe von 50,00 € (netto) fällig, die vor der Freischaltung vollständig beglichen werden muss. Der Anbieter haftet nicht für Nachteile (z.B. Rankingverluste, Kundenausfälle), die dem Kunden durch eine berechtigte Sperrung entstehen.
9.6 Beginn der Abrechnung & Pausierung: Wird ein Hosting- oder Support-Abonnement zusammen mit einem Website-, Shop- oder App-Projekt bestellt, zahlt der Kunde bei der Bestellung nur den Festpreis des Projekts. Die Abrechnung des Abonnements beginnt erst an dem Tag, an dem die Website veröffentlicht wird (Livegang), spätestens jedoch zu dem bei der Bestellung angegebenen Datum; verzögert sich der Livegang aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat (insbesondere fehlende Mitwirkung nach Ziffer 3.1), beginnt die Abrechnung zu diesem Datum. Mit Abrechnungsbeginn startet der erste volle Abrechnungszeitraum (Monat bzw. Jahr); eine Mindestlaufzeit beginnt ebenfalls erst an diesem Tag. Der Anbieter kann den Abrechnungsbeginn zugunsten des Kunden verschieben oder die Abrechnung vorübergehend pausieren. Für pausierte Zeiträume wird nichts berechnet; bereits bezahlte, nicht genutzte Zeiträume werden angerechnet oder anteilig erstattet. Über den Abrechnungsbeginn und Änderungen informiert der Anbieter den Kunden in Textform (z. B. E-Mail). Die Kündigungsrechte des Kunden bleiben unberührt.
§ 10 Datenschutz, Auftragsverarbeitung (AVV) und CRM-Nutzung (Malutiwa OS)
10.1 Beide Parteien verpflichten sich zur Einhaltung der Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
10.2 Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Soweit der Anbieter im Rahmen von Hosting, Wartung oder technischen Supportleistungen weisungsgebunden personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vorab einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO ab.
10.3 Datenverarbeitung im Malutiwa OS: Der Anbieter verarbeitet die Geschäfts- und Kontaktdaten des Kunden (Name, Firma, Anschrift, E-Mail, Telefon, Rechnungsdaten, Designpräferenzen, Projekt-Assets) in seinen geschützten CRM- und Projektmanagementsystemen (Malutiwa OS), soweit dies zur Abwicklung des Projekts und zur Kundenbetreuung erforderlich ist (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO). Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
§ 11 Geheimhaltung
11.1 Die Vertragspartner verpflichten sich, alle ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse sowie vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei zeitlich unbeschränkt streng vertraulich zu behandeln und nicht an unbefugte Dritte weiterzugeben.
§ 12 Schlussbestimmungen, Gerichtsstand und Salvatorische Klausel
12.1 Anwendbares Recht: Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des Internationalen Privatrechts.
12.2 Erfüllungsort und Gerichtsstand: Erfüllungsort für alle Leistungen und ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters (Rottenburg am Neckar / Gerichtsstand Tübingen), sofern der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
12.3 Schriftformerfordernis: Ergänzungen oder Änderungen dieser Bedingungen bedürfen der Textform (z.B. E-Mail).
12.4 Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine rechtswirksame Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
§ 13 Besondere Bestimmungen für Verbraucher
13.1 Preise: Gegenüber Verbrauchern sind alle angegebenen Preise Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
13.2 Widerrufsrecht: Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, über das der Anbieter in der gesonderten Widerrufsbelehrung informiert. Wünscht der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, schuldet er im Falle eines Widerrufs Wertersatz für die bis dahin erbrachten Leistungen (§ 357a Abs. 2 BGB). Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Anbieter die Leistung vollständig erbracht hat und der Verbraucher dem vorzeitigen Beginn zugestimmt und seine Kenntnis vom Erlöschen bestätigt hat. Den Widerruf kann der Verbraucher auch online über „Vertrag hier widerrufen“ (malutiwa.com/widerrufen) erklären.
13.3 Mitwirkung: Die Mitwirkungspflichten nach § 3 gelten entsprechend. Pauschalierte Schadensersatz- oder Vertragsstrafenregelungen sowie Abnahmefiktionen finden gegenüber Verbrauchern nur Anwendung, soweit das Gesetz dies zulässt; dem Verbraucher bleibt stets der Nachweis gestattet, dass ein Schaden nicht oder wesentlich niedriger entstanden ist.
13.4 Gewährleistung und Haftung: Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt; im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
13.5 Gerichtsstand: Die Gerichtsstandsvereinbarung in § 12.2 gilt nicht gegenüber Verbrauchern. Die Rechtswahl in § 12.1 gilt nur, soweit dem Verbraucher dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates entzogen wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
13.6 Streitbeilegung: Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
13.7 Hosting-Verträge: Laufende Hosting-Verträge mit Verbrauchern sind bei monatlicher Zahlweise monatlich kündbar. Bei jährlicher Zahlweise verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit auf unbestimmte Zeit und ist dann jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündbar; im Voraus gezahlte Beträge für die Zeit nach Vertragsende erstattet der Anbieter anteilig.
13.8 Sperrung, Reaktivierungsgebühr, Zurückbehaltung und Referenznennung: Gegenüber Verbrauchern gilt Ziffer 7.5 (Referenznennung) nicht; ein Logo oder Namen nutzen wir nur mit ausdrücklicher Einwilligung. Die Reaktivierungsgebühr nach Ziffer 9.5 ist eine Pauschale; dem Verbraucher bleibt der Nachweis gestattet, dass kein oder ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist. Das Zurückbehaltungsrecht und die Sperrung nach Ziffern 6.4 und 9.4 gelten nur, soweit das Gesetz dies zulässt.
13.9 Kündigung über die Website: Verträge können jederzeit auch über die Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ (malutiwa.com/kuendigen) gekündigt werden. Der Eingang wird sofort per E-Mail bestätigt.
§ 14 Kundenkonto
14.1 Der Anbieter kann dem Kunden freiwillig und unentgeltlich ein Kundenkonto unter malutiwa.com/konto bereitstellen, in dem Projektstand, Angebote, Rechnungen und Dokumente eingesehen werden können. Ein Anspruch auf das Kundenkonto oder auf eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nicht; maßgeblich bleiben die vertraglichen Unterlagen und Rechnungen.
14.2 Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet. Der Kunde kann das Kundenkonto jederzeit selbst löschen; der Anbieter kann es nach Ende der Geschäftsbeziehung oder bei Missbrauch sperren oder löschen.
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